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Neues Fraunhofer-Center in Hamburg

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msc_sola_hafen_2206Institut plant RFID-Einsatz in der maritimen Logistik

Seit Beginn des Jahres 2010 hat am Logistikstandort Hamburg die erste Fraunhofer-Einrichtung, das Fraunhofer- Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, eröffnet. Die Forscherinnen und Forscher entwickeln innovative Lösungen für Seehäfen, Terminalbetreiber, Reedereien, Speditionen, Behörden und viele weitere Unternehmen der maritimen Wirtschaft. „Unsere Forschung wird sich auch mit dem Einsatz der RFID-Technologie in maritimen Logistikketten beschäftigen. Dabei wird es unter anderem darum gehen, aus den verfügbaren Technologien und Systemen die für das jeweilige Einsatzfeld beste Alternative auszuwählen, anzupassen und in die Anwendung zu überführen.", erklärt Professor Carlos Jahn vom Institut für Maritime Logistik der Technischen Universität Hamburg Harburg TUHH, der das CML leitet.

Zunächst ist das CML als Projektgruppe an das IML angebunden. Die Forscherinnen und Forscher arbeiten zudem eng mit der der TUHH zusammen. Untergebracht ist das zunächst sechsköpfige Team, das in den nächsten fünf Jahren auf über 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen soll, vorübergehend in den Räumen der TUHH. Für den fünfjährigen Aufbauzeitraum werden von der Stadt Hamburg sechs Millionen Euro bereitgestellt. „Wenn das CML weiter erfolgreich arbeitet, kann sich mittelfristig ein eigenständiges Fraunhofer-Institut in Hamburg entwickeln", so Professor Jahn.

„Hamburg war bisher das einzige Bundesland ohne Fraunhofer-Institut. Aufgrund des bestehenden Forschungsbedarfs in der maritimen Welt und der Logistikkompetenz in Hamburg, haben die Stadt Hamburg und die Fraunhofer-Gesellschaft beschlossen das Center zu gründen", berichtet Professor Jahn. Mit dem CML ist die Fraunhofer-Gesellschaft nun in allen 16 Bundesländern vertreten.

Die Forschungsprojekte, in denen unter anderem auch RFID eingesetzt wird, beschäftigen sich mit den Fragen: Wie sehen die optimalen Wege der Container aus? Welcher Schiffstyp passt für welche Ladung? Wie werden die Güter auf engstem Raum schnell und zuverlässig verteilt? Dabei gehe es darum, alle Einzelschritte und die technischen Systeme zu analysieren und zu verbessern. Dazu gehöre laut Jahn die Planung von Seehäfen, Wasserwegen und Terminals, die Simulation von Schiffsbewegungen und die Prognose zukünftiger Bedarfe, die Anbindung an das Hinterland sowie der Einsatz von Ortungs- und Identifizierungstechnologien.

 

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