Umzug ermöglicht Einsatz von vollautomatischen Systemen
Seit Anfang März 2010 hat die Stadt Hamm eine neue Zentralbibliothek im Heinrich-von-Kleist-Forum. Dieses wurde mit moderner RFID-Technologie und einer vollautomatischen Transport- und Sortieranlage ausgestattet. Ein Paternostersystem befördert die Medien nach ihrer Rückgabe automatisch ins Untergeschoss zur Sortieranlage, wo sie anschließend über eine Transportanlage automatisch in die richtige Etage befördert werden. Insgesamt sind rund 150 000 Medien mit RFID-Tags ausgestattet.
„Mit dem Umzug der Zentralbibliothek ergab sich für uns die Gelegenheit, neue technische Möglichkeiten zu realisieren", so Jörg Feierabend, Projektleiter für die Einführung der neuen Technologien in der Zentralbibliothek im Heinrich-von-Kleist-Forum, gegenüber „RFID im Blick". Am alten Standort sei das nicht möglich gewesen. „Gleichzeitig mit dem Umzug hatten wir durch eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit RFID einzuführen." Sobald die Entscheidung für den Neubau stand, sei sofort die Planung gereift, in den neuen Räumlichkeiten technisch anders zu arbeiten und die RFID-Technologie zu implementieren.
Verbuchung am Automaten
Das RFID-gestützte System im Heinrich-von-Kleist-Forum ist rundum automatisiert: Vom Ausleih- über den Rückgabevorgang einschließlich Mediensicherung bis hin zu Sortierung und Transport der Medien in den jeweils richtigen Bereich der Bibliothek. „Wir haben vier Selbstverbuchungsautomaten für die Ausleihe", sagt Feierabend. „Dort legitimiert sich der Kunde mit seinem Büchereiausweis, der bisher noch über Barcode läuft. Der Kunde verbucht seine Medien völlig selbstständig. Dabei wird das Medium auf das Konto des Benutzers in unserem Bibliotheksverwaltungssystem gebucht. Gleichzeitig wird die AFI-Mediensicherung deaktiviert." Für die Rückgabe verfüge die Bibliothek über separate Geräte. Momentan seien es drei Automaten, wobei ein zusätzlicher für den Außenbereich noch installiert werde. „Mit dem Außenrückgabeautomat planen wir, die Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten möglich zu machen", so Feierabend.
Sortierung im Keller
Gibt der Benutzer das Medium zurück, werde zunächst die Mediensicherung auf dem Chip wieder aktiviert. Gleichzeitig lese der Verbuchungsautomat beim Rückbuchen das Sortierkriterium aus dem Bibliotheksverwaltungssystem und schreibt es auf den Chip. „Das Medium wandert dann über ein Fahrstuhlsystem in den Keller", erläutert Feierabend. „Im Keller steht die automatische Sortieranlage. Die Sortieranlage verteilt die Medien nach Auslesen des Sortierkriteriums auf Kisten, die jeweils den einzelnen Etagen zugeordnet sind. Von dort aus wandern die Kisten über einen weiteren Fahrstuhlschacht auf die jeweils zugeordnete Etage. Erst auf den Etagen kommen die Mitarbeiter ins Spiel und stellen die Medien in die Regale ein."
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Juliausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Stadt Hamm





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